Craft Bike Trans Germany 2010 von Nässe ,Kälte und Dreck in die warme Sonne

1.Etappe von Garmisch-Partenkirchen nach Lermoos über 81,44km und 2154hm.

Meine Heimetappe habe ich mir wahrlich anders vorgestellt. Es goss wie aus Kübeln und die Temperaturen waren im einstelligen Bereich.Na dann halt mal wieder Schlechtwettermodus an. Ich war angezogen wie zum Langlaufen.

Um 10.15 Uhr viel der Startschuss und 1206 Mountainbiker setzten sich in Bewegung. Na ja jedendenfalls bis zur ersten Rampe der Partnachalm. Dort wurde es teilweise zum Wandertag. Okay den Berg hoch gut zu Fuß vorbei gesprintet. Nützte leider nichts ich schmiss die Kette von Ritzelpaket in die Speichenseite. Toll wunderbar geht gut los also das Teil rausgezerrt und mit Wut weiter. Es lief echt gut bis in die Leutasch ich hing an einer sehr gut laufenden Gruppe dran. Wie es dann ins Gaistal ging bröckelte die Gruppe auseinander. Ich fühlte mich gut und rückte etwas aufs Tempo. Kalter Gegenwind pfiff im Gaistal. Die Temperatur ging bis auf 4° zurück und in der anschließenden Abfahrt von der Ehrwalderalm bekam ich klamme Finger. Gut ich konnte meinen Heimvorteil in der Abfahrt ausnützen.Aber unten waren meine Finger so steif, dass mir beim rausziehen die Trinkflasche runterfiel. Was soll’s dachte ich kommt eh gleich Verpflegung. Mit Einer komme ich bis ins Ziel. Dann kam der Anstieg zur Tuftlalm 5km lang 550hm und durchschnittlich 16% steil. Na wenigstens wurden die Finger warm. Dann runter Richtung Lähn über einen aufgeweichten Wiesenweg Richtung Lermoos. Der Schluss noch ein Trail . Gut zu fahren trotz der Nässe nur die Schieber störten. Dann war  es geschafft. Dreckig wie ein Schwein war ich im Ziel. Es sollte noch härter werden denn Wetterbesserung war erst mal nicht in sicht.

 

2.Etappe von Lermoos nach Pfronten über 74,7 km und 1863hm

 

Nach dem ich Heimschläfer gewesen bin. Der Vorteil noch mal Wäsche gewaschen. Rad gerichtet.Petrus hatte in der Nacht einen Wasserrohrbruch. Es schüttete was das Zeug hielt. So musste der Veranstalter einige Streckenteile auf  die Radwege verlegen. Die nur unter Wasser standen.Auf der original Strecke wären uns teilweise Sturzbäche entgegengekommen. Von oben hielt es sich langsam zurück. So Starten um 11.00Uhr die Teilnehmer Richtung Allgäu. Heute stand ein richtiges Sägezahn Profil auf dem Programm. rauf runter immer schön im Wechsel.Auf dem ersten Anstieg nach Berwang folgte die Abfahrt Richtung Rotlech Stausee und ins Lechtal. Die Bachdurchquerungen hatten was von Kneippkur Arschkalt war das Wasser. Die Durchfahrten teils richtig tief. Einer meiner Mitfahren wollte unbedingt einen Ganzkörper Guss und legte sich voll in den Bach. Na prima dachte ich. Aufpassen danach bist du zwar sauber aber kalt ist dir auch. Die Abfahrt war vom Regen der Nacht fies ausgewaschen. Konzentriert bleiben und keine Panne riskieren.Es standen genügend mit ein Platten herum.Ich frage warum soviel immer noch Schlauch fahren. Gut ihr Problem. Mein Motto Bleibt die Milch macht’s. Über den alten Gaicht Pass was für eine Rampe. Ging es ins Tannheimertal.Prima kenn ich noch von Skitrail. Einteil der Strecke führte dann auch über Streckenteile der Loipe. Einletzter langer Anstieg bei Zöblen. Die Abfahrt mit bestem Rollschotter . ja Pfronten lässt schon Grüßen.Nur noch die Strasse von Grän nach Pfronten runterkurbeln und ich war im Ziel. Dort bekam ich von Frank+Mandy noch ein Mini-Fläschchen Schnaps geschenkt . Mit dem Motto lieber Besaufen als Ersaufen. Danke dafür.Dann ab ins Camp . Raus aus den Klamotten. Duschen. Rad pflegen. Hoffen dass es morgen besser wird . Diesmal hab ich mir eine Massage gegönnt.Obwol meine Beine sich recht gut anfühlten.

 

3.Etappe von Pfronten nach Sonthofen über 55,5km 1830hm

 

Der erste Blick nach draußen lies Gutes hoffen. Die Wolken rissen auf. Es schien ein guter Tag zuwerden.Tatsachlich die Sonne kam raus und es wurde wirklich warm.Beim Brille aufsetzen brach mir der Bügel ab .Gut mit einem ging’s auch nicht schlecht. In Sonthofen wird es schon einen Optiker geben.10.00Uhr Start und los ging’s. Die legten wieder ein Tempo vor als wäre die Etappe an der nächsten Ecke zu Ende.Na gut mal schauen wie es geht. Es stehen ja 3 Anstieg auf dem Programm. Der erste sollte gleich ein Richtiger Kracher werden.Hoch zur Buchel Alpe. Ja das war mein Terrain steil leichter Schotter. Eine Kehre nach der anderen. Ich fuhr meinen Rythmus lies mich nicht beirren.Nach der Alpe ging dann auf Angriff über weil einfach jetzt mehr Platz war.Ich finde es immer wieder schön wenn einer nach dem anderen wegplatzt.Dann war es mit Fahren erstmal vorbei. Weil ein Bodenloser Weg zum schieben zwang.Andere schmieren sich den Lehm ins Gesicht wir latschen durch.Die nachfolgenden Abfahrten forderten leider auch einige Sturzopfer. Gerade auf dem Teer war’s in den Kurven sehr rutschig.Der letzte Anstieg des Tages war ziemlich lang und oben raus noch schottrig.Danke an die Älpler mit ihren riesen Kuhglocken. Motivierte ungemein auch wenn ich danach fast einen Hörschaden hatte.Dann runter nach Sonthofen. Wow viele Zuschauer und endlich mal im Ziel stehenbleiebn ohne zu erfrieren.Dann Optiker finden .Danke Steffi für den Tip zwar nicht die gleiche Farbe aber Bügel ist Bügel. Rein  ins Camp Duschen. Zur Pasta Party. Endlich mal laue Sonne genießen. Sehr Geil.

 

Letzte Etappe von Sonthofen nach Bregenz über 74,5 km und 1365 hm

Kaiserwetter am morgen . Keine einzige Wolke zusehen. Leider eine sehr Asphaltlastige  Etappe. Ging leider nicht anders Genehmigungen fehlten und so mussten wir 40 km die Rennradfahrer mimen. Um 10 ging es wieder los mit irgendwelchen Politische Größen aus der Region auf E- Bikes.Ich hasse E- Bikes . warum wird sich noch zeigen. Das Feld schlug ein enormes Tempo an . Ich dachte nur hoffentlich macht keiner einen Fehler. Sonst kracht es gewaltig.Die Strasse verengte sich etwas . Feld bremste kurz obligatorisches Pfeifen. Einer der Politiker natürlich mit E-Bike sonst hätte er das Tempo nicht halten können. Die volle Panikbremsung mit Salto . Kleine Bemerkung am Rande diese Leute hätten nach 1 km raus aus dem Feld gehört . die Behindern nur und gefährden sich und andere .

Mit vollem Tempo gings in  den Riedbergpass .Den RR Fahren ein Begriff. Ich kam gut hoch nur in der Abfahrt hatte ich wieder mein Gewichtsproblem.Man kann nicht alles haben . In der Ebene kamen dann die Jungs mit dem dicken Oberschenkeln . Alter Schwede machte die Betrieb mir sollte es recht sein. Ich versteckte mich und lies sie arbeiten.Es lief gut eine Zeit um 3 Std war drin.Bis zu jenem Moment ich wollte geradeaus meine Mitstreiter links. Ich fuhr mit was leider falsch war . Wäre nicht so schlimm gewesen wenn sich nicht knapp 300 Leute verfahren haben . die dann einen Megastau bei einer Schiebepassage verursachten.Mitlerweile ist mir auch noch eine Speiche am Nippel gerissen. Dass ich die letzten 15km doch mit gebremsten Schaum fuhr.Den Zieleinlauf genoss ich diesmal richtig. Dierekt vor der Seebühne im Bregenz war das Ziel. Richtiger Toller Platz.

Nach 286 km und 7211hm kam ich als 87. von 467 Masters 353 von 1206 Teilnehmerins Ziel und war ich mehr als zufrieden .

Ich schaffte es auch ohne die Seuche durchzukommen. Zur 4 Etappe traten viele nicht mehr an weil es auf der Strecke zu wenige Dixies gab. Also plan B arbeitet mal daran.Jedem sein Dixie.

Ich fand die Trans Germany sehr gut . Die Abschlussveranstaltung in der Black Box war richtig gut.

Großes Lob an alle die zum Gelingen beigetragen haben.

Ganz großer Dank an Andreas Dietsch & Freunde von Modi –Craft für die Motivation und das Ihr meinen Müll mit entsorgt habt.

Bis zum nächsten Jahr.

 

13.6.10 18:40

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)


 Smileys einfügen